Der Marktwert einer Immobilie im Tessin wird (wie überall in der Schweiz) primär durch die Lage der Liegenschaft definiert.
Die Verkehrserschliessung beispielsweise, normalerweise ein wichtiger Wertfaktor in urbanen Gebieten, ist deutlich weniger wichtig als beispielsweise die Aussicht, die Ruhe und die Schönheit der Umgebung.
Die harten Kriterien:
Grundstückgrösse
- Wohnfläche
- Umbauter Raum
- Alter des Gebäudes
- Erschliessung
- Servitute
Die weichen Faktoren:
Diese harten und messbaren Kriterien werden ergänzt resp. korrigiert mit „weichen„ Faktoren wie beispielsweise:
Eignung des Objektes als Ferienhaus / Ferienwohnung
- Pflegeleichtigkeit
- Aussicht
- Sitzplätze, Terrassen, Balkone
- Grösse und Unterhaltsintensität des Gartens
- Besonnung
Ein tradtioneller „Wertfaktor“ wie die Grösse des Grundstückes kann sich bei Ferienhäusern plötzlich negativ auf den Marktwert der Liegenschaft auswirken.
Kaufinteresenten sind oft der Meinung, dass sie kein Geld investieren werden, um „Gartenarbeit“ zu erwerben. Derartige Tatsachen müssen bei der Marktwertbestimmung berücksichtigt werden.
In einer Marktwertschätzung werden individuelle Ein- und Ausbauten (unabhängig von deren Gestehungs- oder Baukosten) wenig berücksichtigt. Eine luxuriöse Küche oder eine exklusive Badezimmereinrichtung kann keinesfalls zum damaligen Kaufpreis oder den Erstellungskosten „aktiviert“ werden.
Für zahlreiche der im Tessin angebotenen Objekte (es handelt sich vor allem um grössere Häuser) besteht eine realtiv geringe Nachfrage. Dies müssen oft die Besitzer von Objekten feststellen, die über längere Zeit in Familienbesitz und veritable Ferienhäuser für grössere Familien waren.
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