Immobilien Tessin

Handänderungssteuer


Die Handänderungssteuer ist eine Rechtsverkehrssteuer, deren Steuerobjekt der Übergang eines dinglichen Rechtes an Grundstücken von einer Person auf eine andere ist.
Es handelt sich also um eine Abgabe, die auf dem Grundstückgeschäft als solchem erhoben wird.
Handänderungssteuern werden in der Schweiz – ausser in den Kantonen ZH und SZ, welche keine solche Steuer erheben – von den Kantonen und/oder ihren Gemeinden, nicht aber vom Bund erhoben.
Die Terminologie der kantonalen Steuergesetze ist indessen nicht einheitlich. So wird die Handänderungssteuer als «Abgabe», «Steuer» oder als «Gebühr» bezeichnet.

Eigentlichen Gebührencharakter (Grundbuchgebühr) weisen die Handänderungsabgaben jedoch nur in den Kantonen GL, ZG und SH auf.
In den übrigen Kantonen wird die Handänderungsabgabe entweder als eigentliche Steuer oder als Gemengsteuer, d.h. in Verbindung mit einer Kausalabgabe erhoben.
Steuersatz bzw. Steuerbetrag und Tarife sind in der Regel proportional und betragen in den meisten Kantonen bzw. Gemeinden zwischen 1 und 3 % der Bemessungsgrundlage, d.h. des Kaufpreises, des Verkehrswerts oder des amtlichen Werts des Grundstücks.

11 o/oo Bei entgeltlichen Handänderungen, unter Einschluss der Errichtung und des Übergangs von selbständigen und dauernden Baurechten.
10 o/oo Bei Handänderungen infolge Schenkung oder Erbvorbezug. Bei Nutzniessung oder Wohnrecht beträgt die Steuer höchstens 500 Fr.
5 o/oo / 7 o/oo Für die Errichtung von einem Liegenschaftspfand (Hypothek bzw. Schuldbrief).
1,375 o/oo / 5 o/oo  Spezialsatz bei Handänderungen infolge Erbschaft, wobei solche unter 20'000 Fr. steuerfrei sind.
ebenso für die Erbteilung und die Auflösung von Miteigentum mit (materieller) Naturalzuteilung.