Baubiologisch gebaut: Mehr- oder Minderwert?

Zeitschrift des Schweizer Immobilienschaetzer Verbandes SIV

«Baubiologie fristet längst kein Stiefmütterchen-Dasein mehr. Sie ist relevant geworden», weiss Martin Keller, der das Thema für SIV Infos unter die Lupe genommen hat. Über «alternative» Architekten, die dritte Haut, nicht sicht- und doch spürbare Werteffekte und das WLAN als Super-GAU.


Der (vermeintliche) Mehrwert von 25 cm Polystyrol

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Keine Frage, nachhaltige, energetisch optimierte Bautechniken bei Neubauten und Optimierungen der Nachhaltigkeit von Bestandesbauten können und müssen wir uns in der Schweiz leisten. Ein Reproduktionswert der Zusatzinvestitionen lässt sich dabei noch einfach rechnen; bei den Amortisationszeiten beginnen bereits die ersten Probleme: Wie gross wird die Lebenszeit einer energieoptimierenden Massnahme sein? Und wann werden durch neue Erkenntnisse, Technologien oder Preissenkungen die vom Schätzer angenommenen Reproduktionskosten obsolet?


Die Lage von Liegenschaften als Element der Schätzungen

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Die Lage einer Immobile ist bekanntlich nicht veränderbar; der Zustand eines Hauses oder einer Wohnung jedoch sehr wohl. Der Schätzer muss nicht nur ein Gefühl für die Lage haben, wie sie sich aktuell darstellt, sondern auch dafür, wie sie sich in den nächsten Monaten oder Jahren entwickeln könnte. Und dies in Abhängigkeit der zukünftig nachgefragten Nutzung, also der zukünftigen Bewohner und ihrer voraussichtlichen Präferenzen und Anforderungen. Diese und die Grösse des jeweiligen Käufersegmentes bestimmen direkt und indirekt den Wert resp. den Preis des Objektes.


Die Schätzung von Rustici Rustico" (ital und deu)

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Das Tessin hat mehr als 44 000 Zweitwohnungen. Rund ein Viertel befinden sich ausserhalb der Bauzone und sind zu einem grossen Teil um- resp. ausgebaute Rustici. (Wie) können sie geschätzt werden?

Eine rustikale Bauform italienischer und Tessiner Häuser – so beschreibt Wikipedia das Rustico. Tatsächlich lässt sich ein ausgebautes Rustico von einem «normalen» Ferienhaus bisweilen nur schwer unterscheiden. Denn ist ein Rustico einmal ausgebaut, ist sein ursprünglicher Charakter hier und da kaum mehr erkennbar. Immer aber handelt es sich um alte Bauten, die bewohnbar gemacht wurden und genutzt werden – als Ferienhäuser von «Fremde» oder aber als «Sommer­/Berghäuser» von Einheimischen


Normen: Garantie fuer werthaltige Bauqualiät?

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Wenn der Immobilienbewerter beurteilt, verlässt er sich neben Know-how und harten Fakten auch auf sein Augenmass, den subjektiven Eindruck, basierend auf seiner Erfahrung. Und das ist gut so. Denn oft wird ihm vonseiten Auftraggeber versichert, ein Bauwerk sei normenkonform erstellt worden. Hier unterscheidet sich der gute Schätzer vom durchschnittlichen Kollegen, er bleibt kritisch und hinterfragt den Sachverhalt. Schliesslich ist nicht überall Qualität drin, wo es die Norm (vermeintlich) verspricht.


Ikea- und Besitztumgseffekt - oder die menschliche Seite der Immobilienschaetzung

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Besitzer von Immobilien wissen haargenau, wie viel ihre Liegenschaft wert ist. Denken sie. Denn in ihr Wertempfinden fliesst ganz viel Subjektives oder somit auch Wertüberschätzendes ein. Dies prallt auf den objektiven Anspruch, den der Schätzer an «seinen» Wert hat. Menschlich, halt.


Schätzung von Einfamilienhäusern - "Blick zurück und nach vorn"

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Die Zukunft der Schätzungen speziell von Einfamilienhäusern und Stockwerkeigentum, das ist zwischenzeitlich zahlreichen Kollegen klar, muss ohne «mirakulöse» Formeln, Tabellen, Koeffizienten und anderen Blackbox-Methoden auskommen. Die bis in die 80er-Jahre angewandten Wertminderungstabellen müssen wir heute vergessen.

Ökonomisch betrachtet hängt der Restwert eines jeden Bauteiles von der Einschätzung seiner verbleibenden (Rest-)Leistungsfähigkeit ab. Das Alter in Jahren ist dabei relativ.

Diese verbleibende Leistungsfähigkeit der einzelnen Bauteile zu beurteilen und in Zahlen auszudrücken ist die Aufgabe des Schätzers.